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Talentförderung

3. Dezember 2023

SNIW fördert heute die Talente von morgen

Die Stiftung Niedersächsische Wirtschaftsforschung (SNIW) wurde 2001 gegründet, um die Arbeit des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung (NIW) finanziell zu flankieren und auf diese Weise Forschungsprojekte zu realisieren, die über den verfügbaren Kostenrahmen des Instituts hinausgingen. Auch nach der Schließung des NIW im Jahr 2017 ist die Stiftung ihrem Grundsatz treu geblieben, wirtschaftswissenschaftliche Forschung mit dem Schwerpunkt Niedersachsen zu unterstützen. Zwei herausragende Projekte konnten mit der finanziellen Förderung des SNIW seither umgesetzt werden.

Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die wirtschaftliche Lage von Studierenden (2022)

Diese Studie von Prof. Dr. Stephan Thomsen, Johannes Trunzer und Dennis Meier befasste sich mit der Entwicklung der Einkommen von Studierenden in Deutschland während der Corona-Pandemie. Die Autoren der Studie interessierte besonders die Frage, ob die während der Lockdowns weitgehend weggebrochenen Verdienstmöglichkeiten für Studierende die soziale Ungleichheit in der deutschen Hochschulbildung verschärft und den Druck zur Aufgabe des Studiums aus finanziellen Gründen vor allem für Studierende aus Nichtakademikerhaushalten erhöht haben. Die Autoren befragten dazu mehr als 600 Studierende der Leibniz Universität Hannover.


Die bisherige Auswertung ergab, dass Studierende aus einem akademischen Haushalt während der Pandemie vor allem durch die Familie gestützt wurden, während Studierende aus Nichtakademiker-Haushalten ihre finanziellen Einbußen häufig durch die Aufnahme höherer Kredite kompensieren mussten. Das Projekt steht kurz vor dem Abschluss.


Das Diskussionspapier zum Forschungsprojekt ist auf der Webseite des IZA Institute of Labor Economics veröffentlicht und zählte dort mit mittlerweile über 11.000 Downloads zeitweise zu den zehn am häufigsten abgerufenen Diskussionspapieren. Die Discussion-Papers des IZA gehören zu den am meisten beachteten Preprint-Serien im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich.

 


Auswirkungen von Covid 19 auf Studierende
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Strategie zur Stärkung der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung in Niedersachsen

Gerade angesichts der massiven Herausforderungen, denen sich die niedersächsische Wirtschaft derzeit und in Zukunft stellen muss, braucht es eine fundierte, wirtschaftswissenschaftliche Expertise. Sie bildet die Basis, auf die sich politische Entscheidungsträger stützen können, um eine nachhaltige und positive ökonomische Entwicklung zu erreichen. 2019 haben Prof. Dr. Stephan Thomsen, Vitus Püttmann und Johannes Trunzer in einem Diskussionsbeitrag zusammengefasst, welche Verbesserungspotentiale im Bereich der wirtschaftswissenschaftlichen Forschungslandschaft in Niedersachsen bestehen und wie man sie bestmöglich nutzen kann.


Denn die Investition in die wirtschaftswissenschaftliche Forschung in Niedersachsen ist aus Sicht der Autoren in jedem Fall lohnenswert. Im Vergleich mit anderen Bundesländern legt das Land eine überdurchschnittliche Forschungsleistung vor, die jedoch durch einige ungenügende Rahmenbedingungen eingeschränkt wird. Die Autoren nennen hier vor allem die negativen Effekte, die aus der Konzentration der Hochschulen auf ihre eigenen Schwerpunkte im Bereich der Wirtschaftswissenschaften resultieren und Synergieeffekte ungenutzt lassen. Darüber hinaus bemängeln sie, dass es keine landeseigene oder von Bund und Land kofinanzierte, außeruniversitäre Forschungseinrichtung für Wirtschaftswissenschaften gibt. Dies sei aus Sicht der Autoren bedauerlich, da viele Arbeiten der niedersächsischen Wirtschaftswissenschaftler hervorragend seien und das Land die Chance verspielt, mit diesem goldenen Rohstoff in den Köpfen zu glänzen.



Strategie zur Stärkung der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung in Niedersachsen Oktobe
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